Regelungsbedarf

DIESE FOLGEN KÖNNEN REGELUNGSBEDÜRFTIG SEIN:

EHESCHEIDUNG
Der Ehescheidungsantrag kann nach Ablauf des Trennungsjahres beim zuständigen Familiengericht gestellt werden. Allerdings nur von einem Rechtsanwalt und wenn die Ehe tatsächlich gescheitert, also eine Versöhnung ausgeschlossen ist. Wir benötigen für Ihren Scheidungsantrag lediglich die Heiratsurkunde und Angaben zu Ihrem Einkommen. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens wird von Amts wegen der Versorgungsausgleich – die Aufteilung der während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften- durchgeführt. Wir fordern für Sie die entsprechenden Fragebögen beim Gericht an und erläutern Ihnen, welche Rentenanwartschaften in den Versorgungsausgleich fallen. Nicht alle erworbenen, gesetzlichen, betrieblichen und/oder privaten Ansprüche werden aufgeteilt und die Bedeutung ist wegen Ihrer finanziellen Absicherung im Alter erheblich, kompetenter Rat daher unverzichtbar.

ELTERLICHE SORGE, AUFENTHALTSBESTIMMUNGS- UND UMGANGSRECHT
Das Familienrecht ist zweifellos einer der am stärksten von Emotionen geprägte Rechtsbereich, dies um so mehr, wenn gemeinsame Kinder vorhanden sind. Um so wichtiger ist es, dass Sie sich anwaltlich und somit fachlich gut und vor allem sachlich beraten und vertreten lassen. Selbst bei einvernehmlichen Trennungen gibt es meistens irgendwann Streit wegen der Kinderbetreuung und finanzieller Probleme. Das kann vermieden werden, wenn eine Sorgerechtsvereinbarung alles regelt und Sie Ihre Rechte kennen. Bei ehelichen Kindern bleibt es auch nach Trennung und Ehescheidung per Gesetz bei der gemeinsamen elterlichen Sorge, so dass Entscheidungen von erheblicher Bedeutung betreffend die Kinder nur gemeinschaftlich getroffen werden können. Selbstverständlich können wir für Sie die Übertragung des alleinigen Sorgerechts beantragen, wenn Gründe vorliegen, dem anderen Elternteil das Sorgerecht vom Familiengericht entziehen zu lassen. Vor allem muss zunächst geklärt werden, wo die Kinder zukünftig leben sollen, welcher Elternteil also das Aufenthaltsbestimmungsrecht erhält und welchen Umgang der andere Elternteil wahrnehmen soll bzw. will. Bei gerichtlichen Verfahren im Bereich des Sorgerechts wird das zuständige Jugendamt beteiligt und es wird Kleinkindern vom Familiengericht ein Verfahrenspfleger zum Schutz ihrer Rechte und des Kindeswohls beigeordnet. Das Kindeswohl ist Maßstab für alle Entscheidungen und sollte auch Leitlinie für das Handeln der Eltern sein. Außergerichtliche Sorgerechts- Umgangsrechtsvereinbarungen sind daher wünschenswert, um den Kindern Anhörungen beim Jugendamt, bei Gericht und den Verfahrenspflegern zu ersparen. Nutzen Sie unsere mehr als zehnjährige Erfahrung in Sorgerechtsangelegenheiten, um schnell außergerichtliche Lösungen mit unserer Hilfe zu finden. Nicht selten ziehen sich Sorgerechtsauseinandersetzungen im Falle von gerichtlichen Schritten jahrelang und durch mehrere Instanzen hin.

UNTERHALT
Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt, Aufstockungsunterhalt, Betreuungsunterhalt. Ehegatten sind einander nach der Trennung gegenseitig unter bestimmten Umständen zur Zahlung von Trennungunterhalt und nach Ehescheidung nachehelichem Unterhalt verpflichtet. Keiner soll schlechter als während der Ehe gestellt sein, so dass die eheprägenden Verhältnisse in Bezug auf das Einkommen entscheidend sind. Der Ehegatte mit geringerem Einkommen kann Aufstockungsunterhalt geltend machen. Wer aufgrund der Betreuung gemeinsamer Kinder nicht arbeiten kann, hat einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt, solange er zeitlich nicht in der Lage ist, selber ein Einkommen zu erzielen oder trotz Bewerbungsbemühungen keinen Arbeitsplatz findet. Derjenige, von dem Auskunft über sein Einkommen und die Zahlung von Unterhalt verlangt wird, sollte sich unbedingt beraten lassen, unter welchen Umständen überhaupt und in welcher Höhe er zur Unterhaltszahlung verpflichtet ist. Wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist, müssen ihm 1000,00 € zur Deckung des Eigenbedarfs monatlich verbleiben. Eine Vielzahl monatlicher Ausgaben können zuvor einkommensmindernd in Abzug gebracht werden. Also Vorsicht! Zuviel bezahlten Unterhalt kann man nicht zurückverlangen, wenn sich der andere auf Entreicherung beruft.

KINDESUNTERHALT
Der Elternteil, bei dem die Kinder leben, kann Kindesunterhalt verlangen. Zu seinen Händen muss der andere Elternteil grundsätzlich auch Kindesunterhalt nach Maßgabe seines Einkommens und der Düsseldorfer Tabelle zahlen. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch volljährige, privilegierte Kinder (Schüler, Studenten, Auszubildende) Unterhaltsansprüche gegenüber ihren Eltern geltend machen. Allerdings sind Unterhaltsansprüche nur ausnahmsweise rückwirkend durchsetzbar. Lassen Sie daher uns die Angelegenheit von Anfang an professionell bearbeiten, um keine Ansprüche und somit Geld zu verlieren. Möglichst sofort nach der Trennung sollte der Unterhaltspflichtige aufgefordert werden, Auskunft über sein Einkommen zu erteilen und Unterhalt zu zahlen. Nur, wenn der Unterhaltspflichtige korrekt betreffend der Unterhaltszahlungen in Verzug gesetzt wurde, können Sie bei Nichtleistung rückwirkend die Unterhaltsansprüche einklagen. Die Unterhaltsberechnung ist kompliziert. Viele Faktoren spielen bei der Berechnung des unterhaltsrelevanten Einkommens und der Unterhaltshöhe eine Rolle, was der Laie nur schwerlich beurteilen kann.

Sollte der barunterhaltspflichtige Elternteil nicht leistungsfähig sein, beraten wir Sie gerne über die Möglichkeiten der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen (Unterhaltsvorschuss).

HAUSRATAUFTEILUNG
Der gemeinsame Hausrat muss gerecht aufgeteilt werden. Es gilt, frühzeitig eine Inventarliste zu fertigen, soweit es um gemeinsames Eigentum geht. Alles, was Sie in die Ehe oder Partnerschaft eingebracht haben, bleibt Ihr alleiniges Eigentum.

ZUGEWINNAUSGLEICH
Das während der Ehe erwirtschaftete Vermögen muss aufgeteilt werden. Unter Umständen geht es beim Zugewinnausgleich um erhebliche Werte und finanzielle Vorteile bzw. Einbußen.

Lassen Sie sich von Anfang an durch uns richtig beraten.